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Ladezeit, nachgemessen

Was dich deine langsame Website im Monat kostet

Adresse eingeben, Google misst mit, der Rechner macht daraus Euro. Grundlage ist der einzige saubere A/B-Test zum Thema, nicht die üblichen Fantasie-Prozente.

Die kurze Antwort

Eine Website sollte auf dem Handy in höchstens 2,5 Sekunden ihren Hauptinhalt zeigen. Das ist Googles eigene Zielmarke. Jede Sekunde darüber kostet Anfragen, aber weniger, als die meisten Werbeversprechen behaupten.

Belegt ist das: Vodafone hat dieselbe Seite einmal schnell und einmal langsam ausgespielt, Besucher je zur Hälfte verteilt. Die schnellere Fassung lud 31 Prozent früher und brachte 8 Prozent mehr Verkäufe. Mit genau diesem Verhältnis rechnet der Rechner unten, gedeckelt bei dem, was Vodafone tatsächlich gemessen hat.

Und die Leute, die Websites bauen? Von 12 Augsburger Webdesign-Seiten, die Google für "webdesign augsburg" zeigt, schaffen 3 die 2,5 Sekunden. Die Hälfte lädt langsamer als 3,1 Sekunden.

Ladezeit-Rechner

Erst messen, dann rechnen

Die Messung macht Google, mobil, wie bei der Bewertung für die Suche. Sie dauert bis zu einer halben Minute. Ohne Adresse trägst du die Ladezeit selbst ein.

Deine Ladezeit gegen Googles Ziel

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Entgangen pro Monat, geschätzt

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So rechnet der Rechner

Umsatz heute = Besucher mal Anteil mal Wert. Möglicher Gewinn an Ladezeit = Abstand deiner Ladezeit zu 2,5 Sekunden, in Prozent, höchstens 31 Prozent. Je Prozent schnellerer Ladezeit rechnen wir mit 8 geteilt durch 31 Prozent mehr Umsatz, also knapp ein Viertel Prozent.

Eine Schätzung, kein Versprechen. Das Verhältnis stammt aus einem einzelnen A/B-Test eines großen Anbieters auf einer Landingpage. Bei einer kleinen Firmenseite kann der Effekt kleiner oder größer ausfallen. Höher rechnen wir trotzdem nicht, weil es dafür keinen sauberen Beleg gibt. Quelle: web.dev (Google), 17. März 2021.

Eigene Messung, Stand 6. Oktober 2026

12 Webdesigner aus Augsburg gemessen. 3 sind schnell genug.

Wir haben die Seiten genommen, die Google in Augsburg für "webdesign augsburg" zeigt, ohne Portale und Branchenbücher, und jede einzeln mit PageSpeed Insights gemessen. Mobil, gleicher Tag, gleiche Methode. Die Anbieter nennen wir nicht, es geht um das Bild, nicht um Namen.

3 von 12

schaffen 2,5 Sekunden oder weniger

3,1 s

Ladezeit in der Mitte des Felds

6,7 s

beim Treffer auf Platz 1

Platz bei Google Ladezeit (LCP) Lighthouse Googles Ziel
Platz 1 6,7 s 64 verfehlt
Platz 2 2 s 97 erreicht
Platz 4 1,7 s 100 erreicht
Platz 6 3,2 s 87 verfehlt
Platz 7 4,2 s 77 verfehlt
Platz 8 2,8 s 92 verfehlt
Platz 10 4,9 s 69 verfehlt
Platz 12 3,6 s 52 verfehlt
Platz 14 2,8 s 92 verfehlt
Platz 15 2,3 s 96 erreicht
Platz 16 3,5 s 81 verfehlt
Platz 19 3 s 90 verfehlt
Zum Vergleich: diese Website 2 s 97 erreicht

Was die Zahl nicht sagt: Platz 1 hat die langsamste Seite und steht trotzdem oben. Ladezeit ist bei Google ein Faktor unter vielen, und bei Suchbegriffen mit wenig Konkurrenz entscheidet sie selten über die Reihenfolge. Teuer wird sie dort, wo der Besucher schon da ist: bei der Frage, ob er bleibt und anfragt.

Welche Zahlen zur Ladezeit taugen und welche nicht

Über Ladezeit und Umsatz kursieren Prozentzahlen, die sich gegenseitig zitieren. Wir haben die vier bekanntesten im Original nachgelesen.

"A 31% improvement in LCP led to 8% more sales"

web.dev (Google), 17. März 2021. Taugt: echter A/B-Test, Besucher halbiert, Seiten optisch gleich. Grenze: ein Unternehmen, eine Seite.

"Retail conversions increased by 8.4% and average order value increased by 9.2%"

Deloitte Digital im Auftrag von Google, 24. März 2020. Gemeint ist eine Zehntelsekunde. Taugt als Richtung, nicht als Formel: wer das auf eine ganze Sekunde hochrechnet, landet bei 84 Prozent mehr Abschlüssen, und das hat nie jemand gemessen.

"A site that loads in 1 second has a conversion rate 3x higher than a site that loads in 5 seconds."

Portent, 20. April 2022. 20 Websites, 14 davon B2B. Ein Vergleich zwischen Seiten, kein Test: schnelle Seiten sind oft auch sonst die besseren. Darum rechnen wir nicht damit.

"strive to have LCP occur within the first 2.5 seconds of the page starting to load"

Vier Wege zu einer schnellen Seite und wann jeder davon der falsche ist

Weg Bringt typisch Passt für Wann das die falsche Wahl ist
Bilder und Schriften verkleinern Oft die erste halbe bis ganze Sekunde Seiten knapp über 2,5 Sekunden Wenn nicht die Bilder bremsen, sondern Skripte von Chat, Tracking und Slidern. Dann ist die Seite danach leichter und genauso langsam.
Caching-Plugin Schnellere Antwort des Servers WordPress mit wenigen Erweiterungen Bei Baukästen mit 30 Plugins. Ein weiteres Plugin gegen die Folgen der anderen ist selten eine Lösung, und jedes Update kann es wieder brechen.
Besseres Hosting Hilft bei langsamer erster Antwort Shared Hosting für ein paar Euro im Monat Wenn der Server schon schnell antwortet und der Browser danach Sekunden rechnet. Das löst kein Hoster.
Relaunch auf schlankem System Unter 2,5 Sekunden als Ausgangslage Seiten über 4 Sekunden, alter Baukasten Wenn die Seite sonst gut funktioniert und nur eine Sekunde fehlt. Dann ist ein Relaunch zu teuer für das, was er hier bringt.

Was wir empfehlen

Erst messen, dann entscheiden. Liegt die Seite unter 2,5 Sekunden, ist Ladezeit nicht dein Problem, und jede Agentur, die dir trotzdem eine Optimierung verkauft, verkauft dir etwas Unnötiges. Liegt sie zwischen 2,5 und 4 Sekunden, lohnt Optimieren fast immer vor einem Neubau. Ab 4 Sekunden auf einem alten Baukasten rechnen wir lieber einen Relaunch, weil die nächste Sekunde dort mehr kostet als eine neue Seite.

Das stärkste Gegenargument: Ladezeit ist selten der größte Hebel. Eine schnelle Seite mit unklarem Angebot verliert mehr Anfragen als eine langsame mit gutem. Wenn der Rechner bei dir kleine Beträge zeigt, kümmer dich zuerst um Text und Angebot.

Einschätzung von Philipp Pötzinger, Scaleee, Stand Oktober 2026.

Häufig gestellte Fragen

Wie schnell muss eine Website laden? +

Google nennt als Ziel, dass der größte sichtbare Inhalt innerhalb von 2,5 Sekunden steht. Das ist der Wert Largest Contentful Paint, kurz LCP. Darüber gilt eine Seite als verbesserungswürdig, ab 4 Sekunden als schlecht. Gemessen wird auf dem Handy, nicht am Büro-Rechner.

Wie teste ich die Ladezeit meiner Website? +

Oben deine Adresse eingeben. Der Rechner fragt Google PageSpeed Insights ab, nimmt die Werte echter Chrome-Nutzer, wenn es sie gibt, sonst die Labormessung, und rechnet das Ergebnis in Euro um. Für eine zweite Meinung: pagespeed.web.dev direkt aufrufen, dort steht dieselbe Messung mit allen Einzelheiten.

Wie viel Umsatz kostet eine langsame Website wirklich? +

Die einzige saubere Messung dazu ist ein A/B-Test von Vodafone Italien: gleiche Seite, nur schneller, 31 Prozent besserer LCP, 8 Prozent mehr Verkäufe. Größere Zahlen, die kursieren, sind Korrelationen über viele Seiten oder Einzelfälle. Unser Rechner nimmt deshalb nur das Vodafone-Verhältnis und rechnet nie darüber hinaus hoch.

Reicht ein Caching-Plugin oder braucht es einen Relaunch? +

Wenn die Seite knapp über 2,5 Sekunden liegt, reichen oft Bilder, Schriften und Caching. Liegt sie bei 4 Sekunden und mehr und läuft auf einem Baukasten mit vielen Erweiterungen, holt Optimieren selten die letzte Sekunde. Dann ist ein schlankes System günstiger als jedes Jahr ein neues Plugin.

Warum zeigt der Rechner für meine Seite keine Nutzerdaten? +

Google sammelt Felddaten nur für Seiten mit genug Chrome-Besuchen. Bei den meisten kleinen Firmenseiten fehlen sie, auch bei allen zwölf Augsburger Anbietern in unserer Messung. Dann gilt die Labormessung mit simuliertem Mobilnetz, die eher strenger ist als der Alltag.

Schneller als 2,5 Sekunden, schriftlich

Schick uns deine Adresse. Du bekommst die Messung, die Rechnung und eine ehrliche Antwort, ob Optimieren reicht oder ein Relaunch günstiger ist.

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